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Presseberichte

Ohne neue Medien läuft nichts mehr

Die Kommunikationsbranche bietet nach Ansicht von Wirtschaftsminister Hanspeter Georgi neue Beschäftigungsperspektiven.

Neue Medien in der Kommunikation und deren Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis zeigte der Saarländische  Kommunikationskongress für das Handwerk auf. Über 100 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil.           HWK-Hauptgeschäftsführer Udo Stein unterstrich in seiner Begrüßung die Bedeutung der Informationsgesellschaft,  die durch Internet, e-mail und Mobilfunk total vernetzt sei. Es sei deshalb erforderlich, dass auch für die Handwerksbetriebe der Umgang mit den neuen Kommunikations- und Informationstechniken so selbstverständlich werden müsse, wie der Umgang mit Schraubenschlüssel und Bohrmaschine.  Wirtschaftsminister Dr. Hanspeter Georgi stellte die Online-Aktivitäten der Wirtschaft (60 Prozent der Unternehmen           in Deutschland haben Internetanschluss; 50 Prozent eine eigene Homepage) und insbesondere des Saarlandes vor: Zwischen 8000 und 10000 qualifizierte Arbeitsplätze seien im Saarland in den letzten Jahren in diesem Bereich geschaffen worden. Dr. Roman Leuthner, Chefredakteur der Deutschen Handwerkszeitung stellte in seinem Vortrag die Behauptung auf, dass in den nächsten 10 - 15 Jahren im "Wirtschaftsgefüge Deutschland" kaum ein Stein auf dem anderen bleiben dürfte und belegte mit Beispielen aus dem Alltag des Handwerks, wie das Internet den Betriebsablauf  schon heute beeinflusst. Werner Fürstenau von der Siemens AG stellte die Entwicklungen im Bereich Telefonieren dar und machte deutlich, dass gerade in den kleinen und mittleren Handwerksbetrieben die neue Technik umgesetzt werden müsse, um den Anschluss an die Entwicklung nicht zu verlieren. Schreinermeister Gerhard Reisinger aus Reichenbach (Bayern) berichtete über seine Erfahrungen mit dem Internet. Er beschrieb den Weg in das mediale Zeitalter als "Herausforderung an einen mittelständischen Betrieb." Besonderes Interesse fand die Beschreibung seines virtuellen Büros mit e-Mail, Webkamera und Videokonferenzen. Als Erfolge nannte er eine Umsatzsteigerung (50 Prozent des Umsatzes werden über das Internet akquiriert) und eine Reduzierung der Kosten. So sei z. B. die Übermittlung eines Angebotes per e-mail um ein Vielfaches günstiger als per Fax. Gerhard Reisingers Fazit: "Wer heute nicht der Einsteiger ins Internet ist, ist morgen mit Sicherheit der Aussteiger."